Zum Beispiel "Islam" und "Muslime in Deutschland" 

Ein Schwerpunkt der Webplattform liegt auf Perspektiven von Muslimen und Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch von Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen. Angesichts der öffentlichen Kontroversen, die in Deutschland rund um Islam und Einwanderung geführt werden, bieten sich diese Themen in besonderer Weise an, um lebensweltbezogene Lernprozesse zu initiieren und die Urteils- und Handlungskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.

Ziel der Module ist es nicht, "richtige" Informationen über "den" Islam zu vermitteln. Genauso wenig geht es darum, theologische Fragen zu erörtern. Ziel ist es vielmehr, Lebenswelten und Erfahrungen von MuslimInnen und MigrantInnen vorzustellen und daran anknüpfend allgemeine Fragen aufzuwerfen, die in den Lernplänen behandelt werden: Woher kommen die Werte, die mir wichtig sind? Sind sie unveränderbar? Was haben wir gemeinsam, was unterscheidet uns? Und wie wollen wir mit Unterschieden umgehen? Oder auch: Was ist gerecht? Wie erinnern wir deutsche Geschichte? Wie wollen wir leben?

Alltäglich, multimedial, handlungsorientiert

Die Materialien, die in den Modulen verwendet werden, sind Teil der deutschen Öffentlichkeit und des deutschen Alltags. Wichtig ist uns die Nutzung von Online-Medien, um eine aktive und reflektierte Nutzung dieser Medien unter Schülerinnen und Schülern zu fördern. Kritische Medienkompetenz beinhaltet dabei nicht nur einen bewussten Umgang mit Medien und Medieninhalten. Ebenso wichtig ist das Wissen um die Möglichkeiten, die diese Medien für eine aktive Teilhabe an der Gesellschaft bieten können. Gerade Online-Medien können Partizipation und Mitbestimmung erleichtern. Da Politik in modernen Gesellschaften immer auf mediale Repräsentationen angewiesen ist, soll der reflektierte Umgang mit Medien gefördert werden, um die Schülerinnen und Schüler damit zu einer aktiven Teilnahme am politischen Diskurs zu befähigen.

Bei der Gestaltung der Module haben wir besonderen Wert auf eine leichte Anwendbarkeit im Unterricht gelegt:

Die Webplattform wird kontinuierlich aktualisiert und durch neue Unterrichtsmodule erweitert. Das Projekt Zwischentöne wird von einem Beirat inhaltlich und methodisch begleitet. Beiratsmitglieder sind Prof. Dr. Viola B. Georgi (Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim), Prof. Dr. Kerstin Pohl (Institut für Politikwissenschaft der Johannes Gutenberg Universität Mainz), Dr. Birgit Wenzel (LISUM Berlin-Brandenburg; Webplattform "Lernen aus der Geschichte") und Dr. Götz Nordbruch (Islamwissenschaftler, Fortbildner, ufuq.de).

Der Artikel Diversität als Normalfall. Das Projekt Zwischentöne – Materialien für das globalisierte Klassenzimmer von Dr. Götz Nordbruch enthält weitere Hintergrundinformationen aus der Schulbuchforschung und konzeptionelle Leitideen.

Das Projekt wurde von April 2013 bis Juni 2016 von der Robert Bosch Stiftung gefördert und wird weiterhin institutionell durch das Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung bzw. das Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur getragen.

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