Wie zeigt sich Homo- und Transphobie?

Mit Zivilcourage gegen homo- und transphobe Vorurteile und Ausgrenzung

Thema

Was haben wir eigentlich für Vorstellungen über „normales“ Jungs- oder Mädchen-sein – und was ist, wenn man selbst diesen Erwartungen nicht entspricht? In diesem Modul geht es um homo- und transphobe Alltagserfahrungen und ihre Folgen für die Betroffenen. In dem Ringen um Anerkennung und Identität in einer Umwelt, die sie ausgrenzt, da sie nicht den dominanten Normen entsprechen, finden Akteur*innen verschiedene Wege, mit Diskriminierungserfahrungen umzugehen. Ziel des Moduls ist die Auseinandersetzung mit und die Reflexion von Normkonstruktionen rund um Geschlechtervorstellungen und Sexualität.

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Lehrplanbezug

Mensch und Gemeinschaft: Akzeptanz der Verschiedenheit; Ächtung menschenverachtender Einstellungen und Handlungen in der Gesellschaft; Toleranz; Forderung des couragierten Einstehens für die eigene Position; Erkennen der Subjektivität von Gefühlen und Perspektiven

Erwartete Kompetenzen
Förderung der Urteils-, Orientierungs- und Handlungskompetenzen; Wissen: die Entstehung von gesellschaftlichen Normen, Homo- und Transphobie als gesellschaftliches Phänomen; Methoden- und Analysekompetenz; Sozialkompetenz; Werteorientierung; Mehrperspektivität; sich in die Situation und Perspektive anderer versetzen können; Kompetenz, in heterogenen Gruppen erfolgreich und selbstständig zu handeln; Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft: personale Identität und persönliche Lebensgestaltung im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung und sozialen Erwartungen; Entwicklung und Begründung eigener Positionen; Stabilität und Wandel von Werten, Wertsystemen und normativen Orientierungen; Darstellen von Möglichkeiten, sich für allgemeine Menschenrechte sowie gegen deren Verletzungen zu engagieren und Entwickeln von Handlungsstrategien; Aner-kennen der Menschenrechte sowie der Prinzipien Freiheit und Gleichheit und Eintreten dafür; Medienkompetenz: korrekte Wiedergabe medialer Inhalte sowie aufgabengemäße Bearbeitung

Didaktische Perspektive

Die Schüler*innen (SuS) sollen hier für die Folgen von Normkonstruktionen sensibilisiert werden, indem sie die Geschichte einer Jugendlichen kennenlernen, die als lesbisch, schwul oder transgender ausgegrenzt wurden. Gleichzeitig erleben die Schüler*innen diese drei Jugendlichen als selbstbewusste Akteur*innen, die sich auf unterschiedliche Weise gegen Homo- und Transphobie zu Wehr setzen. Auf der Handlungsebene und vor dem Hintergrund der direkten Relevanz für eigene Selbstbilder, Wahrnehmungsmuster und Handlungsspielräume ist das übergeordnete Ziel Empowerment: Die Jugendlichen sollen bestärkt werden, eigene Positionen gegenüber wirkmächtigen Normkonstruktionen im Kontext sexueller Identität einnehmen zu können.

Im Zentrum dieses Moduls stehen deshalb Materialien, die konkrete und alltagsnahe Darstellungen von Diskriminierungssituationen enthalten. Ein Schwerpunkt liegt hier auf dem Prinzip biographischen Lernens. Die Lebensgeschichte einer Jugendlichen, die in diesem Modul im Zentrum steht, funktioniert als Türöffner, um sich mit tiefergehenden Fragestellungen auseinandersetzen zu können.

Sie können auch die gesamte Materialsammlung zusammen mit dem kompletten Text dieser Unterrichtseinheit herunterladen.

Download des Moduls