Medien(zerr)bilder

Mediale Darstellungen in der Einwanderungs- und Informationsgesellschaft

Thema

In dem vorliegenden Unterrichtsmodul geht es um die reflektierte Auseinandersetzung mit Medienbildern in Nachrichtenformaten, die im Zusammenspiel von Bild und Text eine besondere Wirkung entfalten. Als Beispiel werden medial erzeugte Islambilder bzw. Bilder zu Muslimen thematisiert.

Lehrplanbezug

Rolle der Medien in Politik und Gesellschaft; Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft; Medien als Informations- und Kommunikationsmittel; Chancen, Grenzen und Risiken von Medien; Aufgaben und Einfluss der Medien in der Demokratie; Bedeutung von Formen und Möglichkeiten der Kommunikation sowie Information in Politik und Gesellschaft

Didaktische Perspektive

Der Zugang zum Unterrichtsmodul erfolgt dadurch, dass die SuS an einem ausgewählten Beispiel zum Themenkomplex „Islambilder in Nachrichten“ unmittelbar die Wirkmacht von Bild-Text-Konstellationen erfahren (Stunde 1).  Der Einstieg in das Modul und die Erarbeitung sind somit deutlich schülerorientiert und exemplarisch (induktives Vorgehen) ausgerichtet. Dadurch, dass die SuS im Rahmen der Gruppenarbeit zwei konträre Bilder miteinander konfrontieren, die polarisierende Wirkungen entfalten können, wird zugleich das Problembewusstsein der SuS aktiviert, welches für den weiteren Unterrichtsverlauf essentiell ist.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten Stunde knüpft eine Reflexionsphase an, die sowohl im gemeinsamen Unterrichtsgespräch als auch auf der Basis eines Textes zu Islambildern in Medien stattfindet. Diese analytische Phase dient dazu, die Erfahrungen der ersten Stunde zu versachlichen, zu sortieren und stereotype Medienbilder zu dekonstruieren sowie die SuS letztlich zu Differenziertheit anzuregen bzw. zu befähigen. Darauf aufbauend erfolgt der Transfer des Gelernten hin zu einer allgemeinen Diskussion über die Bedeutung von Medien für die öffentliche Meinungsbildung.

Insgesamt ist das Unterrichtsmodul so gestaltet, dass die SuS Sensibilität gegenüber Medienbildern – insbesondere in Bezug auf Minderheiten – entwickeln und dabei besonders ihre Methodenkompetenz schulen (z.B. bei der Nutzung und analytischen Auseinandersetzung mit medialen Informationen), ihre Handlungskompetenz üben (z.B. beim Erstellen der Medienprodukte in der Hausarbeit) sowie Urteilskompetenz entwickeln (hauptsächlich im Kontext der Reflexion medial vermittelter Botschaften).

Sie können auch die gesamte Materialsammlung zusammen mit dem kompletten Text dieser Unterrichtseinheit herunterladen.

Download des Moduls