Berlin goes Gaza

Der Nahostkonflikt in Deutschland

Ablaufplan

  1. Stunde 1: Einstieg

    1. 1 . Hintergrundinformationen

      Dauer 10 min
      • Die Lehrkraft stellt das Thema der Unterrichtseinheit vor: Welche Rolle spielt der Nahostkonflikt bei uns in Deutschland?
      • Schreibgespräch zum Einstieg in das Thema: Auf drei großen Postern steht in der Mitte jeweils ein Stichwort (Konflikt, Naher Osten, Identität). Die Poster werden im Klassenraum verteilt. Die SuS werden aufgefordert, nur über das Papier zu kommunizieren. Die SuS verteilen sich im Raum und beginnen mit einem Poster, auf dem sie notieren, was ihnen zu dem Begriff spontan einfällt. Sie gehen dann zum nächsten Poster. Sie können die Notizen der Mitschüler ergänzen und kommentieren. Dabei soll nicht geredet werden.
    2. 2 . Auswertung des Schreibgespräches

      Dauer 15 min
      • Die Poster werden an der Tafel befestigt. Ggf. wird Genanntes ergänzt.
      • Unterrichtsgespräch über die Ergebnisse
        Impulse:
        > Möchtet Ihr noch etwas ergänzen?
        > Habt Ihr Fragen zu den Notizen?
      • Überleitung zum Unterrichtsthema
        Impuls:
        > Was hat der Nahostkonflikt mit Deutschland zu tun? (mögliche Antworten: Nationalsozialismus/Holocaust, Flucht, politische Rolle Deutschlands im Konflikt)
      • Die Lehrkraft verweist auf die Bezüge zwischen den Postern.
    3. 3 . Erarbeitung: "Nahost-Konflikt: Krieg der Gefühle"

      Dauer 20 min
      • Die SuS stellen die Ergebnisse ihrer Hausarbeit vor.
      • Die Lehrkraft schreibt "Claudia Korenke", "Harald Moritz Bock" und "Ayyub Axel Köhler" an die Tafel und notiert Stichworte zu den Aussagen der drei Personen an der Tafel.
      • Unterrichtsgespräch
        Impulse:
        > Warum beschäftigen sich die drei Personen mit dem Nahostkonflikt?
        > Wie beurteilen sie die Situation in Israel/Palästina?
        > Gibt es Gemeinsamkeiten?
        > Worin unterscheiden sich die Positionen der drei?
    4. 4 . Vorbereitende Hausarbeit

      Dauer 0 min
      • Die SuS erhalten Material 1 (Nahost-Konflikt: Krieg der Gefühle) und bearbeiten die Arbeitsaufträge als Vorbereitung auf die folgende Unterrichtseinheit.
  2. Stunde 2: Film: Salam Berlin Shalom

    1. 5 . Vorstellung des Films "Salam Berlin Shalom"

      Dauer 45 min
      • Kurze Einführung in den Film durch die Lehrkraft. Dabei kann nach der Bedeutung der Begriffe "Salam" und "Shalom" gefragt werden.
      • Die Lehrkraft teilt die Klasse in vier Gruppen und verteilt an jede Gruppe Arbeitsblätter zu jeweils einer Person mit Beobachtungsaufträgen. (Material 2-5)
      • Vorführen des Films (Material 6)
      • Die Lehrkraft unterbricht den Film nach 20 min und gibt die Möglichkeit,  Fragen zu stellen.
      • Am Ende des Films bittet die Lehrkraft die SuS, die Arbeitsblätter zu Hause zu vervollständigen und sich vor der nächsten Stunde darauf vorzubereiten, die jeweilige Person vorzustellen.
  3. Stunde 3: Diskussion des Films

    1. 6 . Auswertung der Beobachtungsaufträge

      Dauer 30 min
      • Die Lehrkraft notiert die Namen der vier Protagonisten und die Stichpunkte "Herkunft/Heimat", "Staatsangehörigkeit", "Religion", "Sicht auf Angehörige anderer Religionen", "Position zum Nahost-Konflikt", "Warum beschäftigt ihn der Nahostkonflikt?" an der Tafel und bitte die SuS, nacheinander die Informationen zu den einzelnen Personen zusammenzutragen.
      • Nach Abschluss der Sammlung der Informationen zu jeder Person Gespräch und Nachfragen.
        Impulse:
        > Stellt Euch vor, die Person XY wäre heute hier. Welche Frage würdet Ihr ihm/ihr stellen wollen?
    2. 7 . Diskussion von Zitaten aus dem Film

      Dauer 15 min
      • Die Lehrkraft präsentiert die Zitate aus Material 7. Es wird empfohlen, die Zitate als ppp oder Folie an die Wand zu werfen.
      • Im Unterrichtsgespräch werden die vier Zitate diskutiert.
        Impulse:
        > Welche Faktoren bestimmen die Einstellung der Jugendlichen zum Nahost-Konflikt und zu Angehörigen anderer Religionen?
        > Welche Auswirkungen hat dies auf das Selbstverständnis als "Deutscher", "Muslim", "Araber", "Israeli", "Jude" etc.?
        > Gibt es Widersprüche oder werden Zwiespälte sichtbar?
      • Die Lehrkraft führt den Begriff "Identität" ein und bittet die SuS zu diskutieren, inwiefern der Nahostkonflikt die Identität der Filmprotagonisten beeinflusst.
  4. Stunde 4: Auswertung

    1. 8 . Diskussion von Zitaten aus dem Film (Fortsetzung)

      Dauer 15 min



    2. 9 . Selbstreflexion

      Dauer 10 min
      • Die Lehrkraft verteilt Material 8.
      • Die SuS werden aufgefordert, auf dem Arbeitsblatt wichtige Punkte zu benennen, die ihre Identität ausmachen.
        Leitfragen: 
        1. Was macht Dich aus? (z.B. Religion, Nationalität, Geschlecht, Berufswunsch, Familienzugehörigkeit etc.)
        2. Welche Ereignisse (z.B. politische Ereignisse, historische Ereignisse, Ereignisse aus Deiner Familiengeschichte) sind für Dich und Dein Selbstverständnis wichtig?
    3. 10 . Präsentation

      Dauer 10 min
      • Die Lehrkraft bittet die SuS zunächst, die Faktoren zu benennen, die ihre Identität ausmachen. Anschließend werden die Ereignisse zusammengetragen, die die SuS als wichtig für ihr Selbstbild notiert haben. Sie notiert die genannten Punkte an der Tafel.

      Hinweis:
      Hierbei sollte auf Freiwilligkeit geachtet werden! Die SuS sollten nicht gedrängt werden, sich zu diesen Fragen zu äußern.
       

      • Unterrichtsgespräch: Was macht uns aus?
        Impuls:
        > Könnt Ihr Eure Identität eindeutig benennen? Falls nein, worin bestehen die Schwierigkeiten?
        > Hat sich Eurer Selbstverständnis über die Jahre gewandelt? Wenn ja, warum?
        > Sind alle Faktoren für alle Menschen gleich wichtig?
        > Worin bestehen Unterschiede, was ist vielen Menschen gemeinsam?
        > Warum sind uns bestimmte Ereignisse wichtig?
    4. 11 . Auswertung der Unterrichtseinheit

      Dauer 10 min
      • Unterrichtsgespräch:
        > Was war für Euch neu?
        > War etwas für Euch besonders interessant?
        > Hat sich Eure Meinung zum Nahostkonflikt verändert?
        > Hat sich Euer Verständnis vom "Deutschsein", vom "Muslimsein", vom "Jüdischsein" verändert?

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